Unangenehme Gerüche aus Holzbrettern entfernen – natürlich und ohne Chemie
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Unangenehme Gerüche aus Holzbrettern entfernen – natürlich und ohne Chemie
Zwiebeln, Knoblauch, Fisch – ein gutes Schneidebrett aus Holz nimmt im Laufe der Zeit so einiges auf. Wenn das Brett auch nach dem Abwaschen noch riecht, ist das kein Grund, es auszutauschen. Mit einfachen Hausmitteln bekommst du die Gerüche wieder heraus – und mit der richtigen Pflege sorgst du dafür, dass sie gar nicht erst zurückkommen.
Warum riecht mein Schneidebrett überhaupt?
Holz ist ein natürliches, poröses Material. Genau das macht es als Schneidebrett so wertvoll: Die Oberfläche ist messerschonend, und die im Holz enthaltenen Gerbstoffe wirken von Natur aus antibakteriell. Die feinen Poren haben aber eine Kehrseite – sie nehmen Flüssigkeiten und Aromastoffe auf. Schneidest du regelmäßig Zwiebeln, Knoblauch oder mariniertes Fleisch, setzen sich die Geruchsstoffe in den obersten Holzschichten fest.
Verstärkt wird das Ganze, wenn das Brett nach dem Spülen nicht richtig trocknet oder die Oberfläche bereits rau und rissig ist. Denn je offener die Poren, desto mehr können sie aufnehmen. Ein gut gepflegtes, gesättigtes Brett riecht deshalb deutlich seltener als ein ausgetrocknetes – dazu später mehr.
Drei Hausmittel, die wirklich funktionieren
1. Salz und Zitrone – der Klassiker
Die wirksamste Methode ist zugleich die einfachste: Streue grobes Salz großzügig auf das trockene Brett. Halbiere eine Zitrone und reibe mit der Schnittfläche das Salz in kreisenden Bewegungen über das Holz. Das Salz wirkt wie ein feines, natürliches Schleifmittel und zieht Feuchtigkeit samt Geruchsstoffen aus den Poren, während die Zitronensäure Gerüche neutralisiert und frisch hinterlässt.
Lass die Mischung etwa fünf Minuten einwirken, spüle das Brett anschließend kurz mit warmem Wasser ab und trockne es sofort mit einem Tuch. Danach hochkant vollständig trocknen lassen.
2. Natron-Paste – bei hartnäckigen Gerüchen
Wenn Zwiebel- oder Fischgeruch tiefer sitzt, hilft Natron. Verrühre zwei Esslöffel Natron mit etwas Wasser zu einer dicken Paste und trage sie auf die betroffenen Stellen auf. Natron bindet Geruchsmoleküle zuverlässig – ganz ohne aggressive Zusätze. Nach zehn bis fünfzehn Minuten Einwirkzeit die Paste mit einem feuchten Tuch abnehmen, kurz abspülen, gründlich abtrocknen.
3. Essigwasser – sparsam eingesetzt
Verdünnter Haushaltsessig (ein Teil Essig auf vier Teile Wasser) neutralisiert Gerüche und wirkt zusätzlich leicht desinfizierend. Wische das Brett mit einem in der Lösung getränkten Tuch ab – bitte nicht einweichen. Der Essiggeruch selbst verfliegt beim Trocknen vollständig.
Wichtig: Setze Essig nur gelegentlich und immer verdünnt ein. Die Säure kann bei häufiger Anwendung die Holzfasern angreifen und die Oberfläche aufrauen – und raue Oberflächen nehmen Gerüche schneller auf. Damit wäre das Gegenteil erreicht.
Was du auf keinen Fall tun solltest
- Spülmaschine: Hitze und langes Wasserbad lassen das Holz aufquellen, reißen und verziehen. Ein Gang in der Maschine kann ein gutes Brett dauerhaft ruinieren.
- Langes Wässern: Auch im Spülbecken hat ein Holzbrett nichts über Nacht verloren. Kurz abspülen genügt – je weniger Wasser ins Holz zieht, desto besser.
- Aggressive Reiniger: Chlorreiniger und scharfe Desinfektionsmittel hinterlassen Rückstände in den Poren – ausgerechnet dort, wo dein Essen zubereitet wird.
- Speiseöle aus der Küche: Olivenöl oder Sonnenblumenöl trocknen im Holz nicht aus und werden mit der Zeit ranzig. Das erzeugt genau den muffigen Geruch, den du eigentlich loswerden willst.
Der entscheidende Schritt: Poren schließen statt nur reinigen
Alle Hausmittel der Welt helfen nur kurzfristig, wenn die eigentliche Ursache bestehen bleibt: offene, ausgetrocknete Poren. Ein Brett, das Wasser sofort aufsaugt statt es abperlen zu lassen, nimmt auch Gerüche ungehindert auf.
Deshalb gehört nach jeder gründlichen Geruchsbehandlung eine Pflegeschicht auf das Brett. Ein natürliches Holzwachs dringt in die oberen Holzschichten ein, sättigt die Poren und legt eine feine, wasserabweisende Schutzschicht über die Oberfläche. Zwiebelsaft, Fischlake und Rotwein bleiben damit außen vor – und lassen sich einfach abwischen, bevor sie einziehen können.
So geht's: Das gereinigte Brett vollständig trocknen lassen. Anschließend eine kleine Menge MAGANO Holzwachs mit einem weichen Tuch in Faserrichtung einarbeiten, über Nacht einziehen lassen und am Morgen mit einem sauberen Tuch nachpolieren. Bei täglich genutzten Brettern empfehlen wir die Auffrischung etwa alle vier bis sechs Wochen – im Sommer, wenn trockene Luft dem Holz zusetzt, gern etwas häufiger.
Unser MAGANO Holzwachs besteht ausschließlich aus natürlichen Zutaten und ist vom TÜV Rheinland nach LFGB auf Lebensmittelechtheit geprüft. Du kannst es also bedenkenlos auf allen Flächen verwenden, die mit deinem Essen in Berührung kommen – vom Schneidebrett über den Stirnholzblock bis zum Salatbesteck.
Gerüchen vorbeugen – drei einfache Gewohnheiten
- Sofort abspülen: Direkt nach dem Schneiden von Zwiebeln, Knoblauch oder Fisch das Brett kurz mit warmem Wasser abwaschen – nicht erst nach dem Essen.
- Hochkant trocknen: Das Brett nie flach auf die Arbeitsplatte legen, sondern aufrecht stellen, damit Luft an beide Seiten kommt.
- Regelmäßig wachsen: Eine gesättigte, geschützte Oberfläche ist die beste Geruchsprävention – und lässt das Holz ganz nebenbei wieder in seiner natürlichen Maserung leuchten.
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